Der Fachverband repräsentiert ein junges Schulfach mit einer jungen aber sehr erfolgreichen Entwicklung:

fdslogoSeit über dreißig Jahren ist das Fach Theater/Darstellendes Spiel neben den beiden anderen gestalterisch-künstlerischen Fächern Kunst und Musik fester Bestandteil der regulären Stundentafel. Ab dem Schuljahr 2011/12 wird es auch in der Grundschule verankert sein. Die in Hamburg für alle Schulformen vorliegenden Curricula und Handreichungen unterstützen die Arbeit der Theaterkolleginnen und –kollegen vor Ort.

Fast alle Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen und ab dem Schuljahr 2010/11 alle Hamburger Grundschulen haben das Fach Theater/Darstellendes Spiel in der Schule verankert. Etwa ein Drittel aller Schulen mit der Sekundarstufe II bieten das Fach Theater als viertes Abiturfach (mündliches Abiturfach) an. In manchen Hamburger Schulen kann es auch als drittes Abiturfach (schriftliches Prüfungsfach) gewählt werden.

Auf Bundesebene gibt es wenige Länder, die das Fach nicht im Schulsystem verankert haben und fast alle Bundeländer haben Rahmen- oder Kompetenzverteilungspläne für das Fach Theater erarbeitet, die die EPA (Einheitliche Prüfungsanforderung) als Grundlage nutzen. Somit ist das Fach Theater aus dem regulären Schulalltag in der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenken und erfreut sich einer hohen Akzeptanz.

Der Fachverband Theater/Darstellendes Spiel Hamburg e.V. legt seinen Schwerpunkt darauf das Fach weiterhin zu stärken und ist aktiv beteiligt an aktuellen Diskussionen zum Stellenwert des Faches in der Schulentwicklung. Mitglieder des Fachverbandes sind Kolleginnen und Kollegen aller Schulformen, die sich in Arbeitskreisen für das Fach einsetzen und aktuelle Fragen der Schulentwicklung diskutieren.

Die Mitglieder des Fachverbandes kooperieren darüber hinaus mit den Stadtteilen, mit Jugend- und Kultureinrichtungen und den professionellen Theaterbühnen in Hamburg.

Das Fach Theater/ Darstellendes Spiel ist ein projektorientiertes und ganzheitliches Unterrichtsfach. Es hat gegenüber den anderen gestalterischen Fächern eine besondere Bedeutung. In keinem anderen Fach ist es den Schülerinnen und Schülern möglich ihre eigene Lebenswelt buchstäblich zu verkörpern und deren Strukturen mit allen Sinnen in kreative Prozesse umzusetzen. Kein anderes reguläres Unterrichtsfach schafft ein derartiges Potenzial in der Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen. Beim Erwerb der Grundkompetenzen im Fach Theater werden alle Sinne angesprochen und Körper und Stimme gleichermaßen gefordert. Eine Inszenierung ist immer eine Ensembleleistung, bei der jeder Einzelne eine wichtige Funktion für die Qualität des Endproduktes ausfüllt. Nur eine gemeinschaftlich arbeitende Gruppe wird das Publikum bei der Aufführung überzeugen können.

Der Projektgedanke ist grundlegend für den Unterricht im Fach Theater/ Darstellendes Spiel. Die Schülerinnen und Schüler sind Autoren, Regisseure, Choreografen, Techniker und Schauspieler zugleich und erleben sich als verantwortlich für das Gelingen des Prozesses. Sie experimentieren, verwerfen, probieren, reflektieren und konzipieren gemeinsam und erlernen dabei Grundtechniken der Theaterarbeit.

Für die Profilbildung einer Schule übernimmt das Fach Theater/Darstellendes Spiel eine wesentliche Rolle, da es per se immer auch Öffentlichkeit evoziert und benötigt. Theateraufführungen sind immer Highlights eines Schuljahres, an dem die ganze Schule und die Schulöffentlichkeit beteiligt sind.

Der Fachverband Theater in Schulen Hamburg e.V.

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